Übergabe des Neuen HLF 10

 

Feuerwehr Langenaltheim erhält neues Löschfahrzeug

Vier Jahre Vorarbeit nötig - Modell der Firma Rosenbauer

LANGENALTHEIM - Nach 34 Dienstjahren wurde das bisherige Langenaltheimer Feuerwehrauto in den Ruhestand geschickt: In einer feierlichen Zeremonie hat die Freiwillige Feuerwehr am Sonntagmorgen ihr neues Löschfahrzeug von Bürgermeister Alfred Maderer entgegengenommen. Mit rund 250 000 Euro ist das „HLF 10 AT“ eine große, aber wichtige Investition für die 2300-Seelen-Gemeinde.

Vier Jahre Vorarbeit waren nötig, bis die Freiwillige Feuerwehr in Langenaltheim nun endlich das neue Löschfahrzeug ihr Eigen nennen durfte. „Die Freude ist groß“, sagte Kommandant Thomas Mößner zu Beginn des Festakts. Ein großes Stück Arbeit liegt hinter den Ehrenamtlichen: Zunächst wurden mehrere Fahrzeuge in der Region besichtigt, bis man sich auf ein Modell der Firma Rosenbauer geeinigt hatte.

Anschließend galt es, das 64-seitige Ausschreibungsformular und die Förderanträge zu bezwingen. „Uns rauchten die Köpfe“, gab der Kommandant zu. Besonderen Dank richtete er dabei an den zweiten Kommandanten Chris­tian Huber, der den Löwenanteil der Organisation übernommen hatte. Eine zusätzliche Unterstützung des Ingenieurbüros Wattenbach hatte die Feuerwehr zunächst skeptisch, dann aber dankend angenommen: „Das war uns eine große Hilfe“, resümierte Mößner rückblickend.

 

 

Es ist auch dem Ingenieurbüro zu verdanken, dass die Gemeinde Lan­gen­altheim bei den Anschaffungskos­ten des insgesamt 330 000 Euro teuren Fahrzeugs weitere Subventionen he­rausholen konnte. Es wurde Kontakt mit der niederbayerischen Gemeinde Obersüßbach aufgenommen, die sich zum Kauf des gleichen Fahrzeugtyps entschlossen hatte. Durch diese interkommunale Zusammenarbeit konnten die beiden Gemeinden weitere zehn Prozent der Kosten durch Zuschüsse decken.

 

 

Langenaltheim muss nun noch rund 250 000 Euro aus eigener Tasche für das „HLF 10 AT“ berappen. „Wenn wir das Fahrzeug nun wieder 34 Jahre haben, sind das 7400 Euro im Jahr“, rechnete Bürgermeister Alfred Maderer vor. Doch die Investition war nötig, da sind sich alle einig.

 

Die Zahl der Einsätze ist in den vergangenen Jahren gestiegen, allein 2014 musste die Feuerwehr bereits 23 Mal ausrücken. Unter den Einsätzen sind auch Unfälle auf der B 2 und im nahegelegenen Steinbruch. „Und wenn nur ein einziges Haus vor einem Brand gerettet werden kann, dann hat sich das neue Löschfahrzeug schon bezahlt gemacht“, findet Maderer.



Kreisbrandrat Werner Kastner lobte zudem das Engagement der Langen­alt­heimer Feuerwehr. „Diese Feuerwehr hat es verdient, so ein Fahrzeug zu bekommen“, erklärte er in seiner Festrede. Und auch Landrat Gerhard Wägemann betonte, dass der persönliche Einsatz der ehrenamtlichen Floriansjünger durch eine hervorragende Ausrüstung optimal ergänzt wird.

Die Eckdaten dieser neuen Ausrüs­tung können sich sehen lassen: Auf einem 290 PS starken Fahrgestell der Firma MAN befindet sich der feuerwehrtechnische Aufbau der Firma Rosenbauer. Der Wassertank fasst 1000 Liter, der Schaumtank 200 Liter. Die Löschpumpe transportiert mit einem Druck von zehn Bar an die 2500 Liter Flüssigkeit pro Minute. „Feuerwehr, was willst du mehr?“, freute sich  Kommandant Thomas Mößner.

Mit dem neuen Löschfahrzeug hat die FFW Langenaltheim außerdem neue Freunde hinzugewonnen: Bei den gemeinsamen Planungen mit der Partnergemeinde Obersüßbach gab es regelmäßige Besuche und zahlreiche Telefonate. Als „saug’miatlich“ haben die Niederbayern die gemeinsamen Treffen empfunden und wollen die neue Freundschaft der beiden Vereine auch in Zukunft weiter pflegen.

Bericht von Miriam Zöllich (Weißenburger Tagblatt)

 

 

 

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